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              Alter Vermessungspunkt 13 wurde wieder hergestellt      

Einweihungsfeier des alten Vermessungspunktes 13 in Achternmeer am 24.09.2004

Nach einem Signal geblasen von den Achternmeerer Jagdhornbläsern begrüßte der 1.Vorsitzende des BÜVs Helmut Deye alle Gäste:

Gemeindedirektorin Frau Martina Noske,  Bürgermeister Herr Eckhart Heinje , Herr Herbert Eberhardt,  Herr Herbert Seehusen, Herr Uwe Kirsch und Herr Peer-Erik Hansen vom Katasteramt Oldenburg, der Eigentümer dieses Geländes Herrn Franz-Georg und Sohn Gerd Mohrmann. Ebenfalls begrüße ich die Jagdhornbläser vom Korsorsberg, eine Abordnungdes BÜVs

und erzählte von den Vorbereitungsmaßnahmen, die zur Wiederherstellung des Vermessungspunktes 13 geführt haben.

Beim Sichten alter Kartenwerke aus dem Achternmeerer Bereich entdeckte er die Signatur eines alten Vermessungspunktes. Es war der ehemalige trigonometrische Punkt 13 auf dem ehemaligen Korsorsberg. Ihm kam die Idee, diesen Punkt wieder herstellen zu lassen und auch den Korsorsberg, der einer Sandabbaumaßnahme zum Opfer fiel, der Öffentlichkeit in Erinnerung zu rufen. Da er wusste, dass der Ltd. VmD i. R. Herr Otto Herms, der leider kürzlich verstorben ist, sich mit der Auffindung alter Oldenburger Dreieckspunkte beschäftigte, hatte er ihm sein Anliegen vorgetragen. Dabei dachte er sich, es wäre sinnvoll diesen Ort mit einer Erläuterungstafel und einer Ruhebank zu versehen und an einem später anzulegenden Wanderweg anzubinden. Herr Herms war von der Idee sehr angetan und versprach ihm, sich mit Herrn Eberhardt in Verbindung zu setzen, um im Archiv des Katasteramtes alte Unterlagen aufzusuchen. Dabei war ihm die Mitarbeiterin Frau Magda Schröder behilflich.

Der Punkt 13 gehörte zum Dreiecksnetz 4. Ordnung der Oldenburgischen Landesaufnahme um 1840, welches früher schon sehr genau war. Die Punkte wurden über Winkelmessung bestimmt und die Koordinaten in Oldenburger Fuß angegeben. Diese Koordinaten sind für die heutige Nutzung in Gauß-Krüger-Koordinaten umgerechnet worden und lauten rechts 34.41732,42 m – hoch 58.83738,77 m. Aus den Akten ging ebenfalls hervor, dass der Punkt 13 im Januar 1978 noch im Originalzustand als Eichenpfahl  2 Meter neben dem Rand einer Sandkuhle vorgefunden wurde.

Zwischenzeitlich hatte H. Deye mit dem Eigentümer des Sandabbaugebietes Herrn Franz-Georg Mohrmann gesprochen und seine Wünsche vorgetragen. Herr Mohrmann war sofort einverstanden und bot ihm eventuell anfallende Baggerarbeiten an. Ebenfalls sagten ihm die Gemeindespitze und der Bürgervereinsvorstand ihre Unterstützung zu.

Es kam zur Sprache, dass der Korsorsberg ein Geestrücken, der sich von diesem Platz nach Südosten zieht, zu früheren Zeiten nicht nur ein idealer Standort mit guter Sicht zu seinen 2 – 3 km entfernten Nachbarpunkten war, sondern auch um 1900 der Oldenburger Kavallerie als Exerzirplatz diente. Er war ein vielfacher Namensgeber: für die Straßen Korsorsstraße, Am Korsorsberg. Am Korsorsring, für die Ortsteilbezeichnung Korsorsberg, für die Gaststätte „Zum Korsorsberg“, für die Gruppe „Jagdhornbläser vom Korsorsberg“ und der plattdeutschen Theatergruppe „Korsorsbarger Speeldeel“.

Nach so viel Zuspruch konnte es an die Umsetzung gehen. Durch den Vermessungstrupp vom Katasteramt Oldenburg unter der Leitung von Herrn Seehusen wurde der alte Standort des Dreieckspunktes 13 zunächst grob markiert. Es stellte sich heraus, dass der Punkt in unebenes Gelände fiel. Nachdem ein Mitarbeiter der Fa. Mohrmann an dieser Stelle mit dem Bagger ein Hochplateau geschaffen hatte, wurde am 11.08.04 vom Vermessungstrupp der Punkt mittels satellitengestützter Technik genau bestimmt, mit einem alten Granitstein vermarkt und seine Höhe mit 12,5 Meter über Normalnull gemessen. Die geodätischen Geräte GPS-Empfänger und PC/Laptop kamen zum Einsatz. Die ursprüngliche Höhe des Berges von 19,5 Metern steht in einer topographischen Karte von 1985. Anschließend wurden von den Bürgervereinsmitgliedern Alfred Wiemken, Hermann Engelbart, Heinz Scholte und Helmut Deye eine kleine Informationstafel und eine Ruhebank aufgestellt.

Am Ende des Berichtes äußerte H. Deye den Wunsch, dass der BÜV nach der Verebnung der Sandgrube und bei weiteren Ausgleichsmaßnahmen vom Eigentümer und der Gemeindeverwaltung beteiligt wird, um den Platz an einem Wanderweg anschließen zu können.

Um den Gästen  zu demonstrieren, wie mit modernen Geräten vermessen wird, führten Herr Seehusen, Herr Kirsch und Herr Hansen noch einmal den notwendigen Messvorgang vor. Herr Eberhardt erklärte die alte und heutige Messtechnik und freute sich über das Interesse aller Gäste. Die Jagdhornbläser umrahmten musikalisch die Einweihungsfeier und sendeten Signale vom Korsorsberg, wärend die Vermessungsgeräte Signale aus dem Weltall empfingen.

Nach einem kleinen Umtrunk bedankte sich H. Deye bei allen Beteiligten, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten und lud alle 25 Gäste zu einem Frühstück ins Melkhus von Christa und Horst Witte ein.

 (Autor Helmut Deye)

 

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